Meine Methode

Die Psychotherapiemethode, die den wesentlichen Boden für meine Arbeitsweise (auch in der Traumatherapie) bildet, ist die Gestalttherapie, wie ich sie von Frank-M. Staemmler, Werner Bock und weiteren Gestalttherapeut*innen erlernt habe.

Die Gestalttherapie zählt zu den so genannten humanistischen Verfahren (zur historischen Einordnung siehe weiter unten).

Meine Arbeitsweise

Ich bin als Gestalttherapeutin offen für eine persönliche Begegnung mit meinen Klient*innen, die von gegenseitiger Achtung, Feingefühl und Respekt getragen ist. Meine Klient*innen betrachte ich dabei als kompetente Menschen, ihre Eigenarten, ihre Grenzen und alles, was ihnen an sich selbst gefällt und nicht gefällt, als Spielformen der Vielfalt menschlichen Lebens. 

In einem Prozess, den wir gemeinsam entwickeln, achte ich darauf, nach Möglichkeit alle Bereiche menschlichen Erlebens einzubeziehen, den emotionalen, den körperlichen und den intellektuellen Bereich und – sofern das für ein Person von Bedeutung ist – den spirituellen Bereich. Aufgrund der in unserer Gesellschaft üblichen Vernachlässigung von Gefühlen und Körper, erhalten diese beiden Bereiche besondere Aufmerksamkeit.

Wenn Sie an einer Psychotherapie bei mir interessiert sind, nehmen Sie hier gerne Kontakt mit mir auf.

Meine theoretische Basis

Durch meinen wichtigsten Lehrer, Frank-M. Staemmler, der sich in der Theoriebildung innerhalb der Gestalttherapie dankenswerter Weise sehr hervorgetan hat, ist meine Arbeitsweise auch theoretisch ausgezeichnet fundiert. 

Das Buch von Frank Staemmler, „Was ist eigentlich Gestalttherapie? Eine Einführung für Neugierige“, erschienen 2009, kann ich allen empfehlen, die Näheres über Gestalttherapie (und über mein Verständnis davon) wissen wollen.

Als Fachbücher für interessierte Kolleg*innen eignet sich das 2017 ebenfalls von Frank Staemmler erschienene Buch „Kontakt und Verbundenheit – Relationalität in der Gestalttherapie“.

Weitere Fachbücher, die mich bereichert haben und in meine Arbeitsweise eingegangen sind, finden Sie unter Literatur.

Zur historischen Einordnung der Gestalttherapie:

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die psychodynamischen Verfahren (Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie u. a.) und die verhaltenstherapeutischen Verfahren (klassische Verhaltenstherapie, kognitive Verhaltenstherapie u. a.) als erste Psychotherapieverfahren entwickelt. Diese beiden sind bis heute in Deutschland die einzigen Verfahren, deren Kosten von den gesetzlichen (und meist auch den privaten) Krankenversicherungen nach positivem Ablauf eines Gutachterverfahrens übernommen werden.

In den 1950er Jahren entstand eine dritte Gruppe von Psychotherapieverfahren, die humanistischen Verfahren, oftmals wurden diese durch zunächst als Psychoanalytiker oder Psychiater ausgebildete Ärzte bzw. durch Psychologen entwickelt. Dazu gehören u. a. die Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers, Gestalttherapie, Logotherapie (Viktor Frankl), Hypnotherapie (Milton Erickson). Auch der Begründer der Gestalttherapie, Fritz Perls, war zunächst Psychoanalytiker.

Noch später entstanden systemische und körperorientierte Psychotherapieverfahren.

Mittlerweile hat eine Entwicklung eingesetzt, die den so genannten Schulenstreit allmählich ablöst. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der zahlreichen Therapieverfahren ergänzen einander, Therapeut*innen mit den verschiedensten Wurzeln organisieren gemeinsame Kongresse und lernen voneinander. In der Traumatherapie ist dies ohnehin üblich und auch ganz besonders nützlich.